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Alles über einen natürlichen pflanzlichen Lebensstil

Die Vegan Society, die weltweit erste vegane Organisation hat es wie folgt definiert: „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke auszuschließen und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll“.

Der Veganismus ist also eine strenge Variante des Vegetarismus, in der nicht nur auf Fleisch und Fisch verzichtet wird, sondern auf alle tierischen Produkte. Dies beinhaltet Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte und – was die meisten nicht wissen: Honig. Tierische Produkte werden allerdings nicht nur aus der Ernährung verbannt, sondern aus dem ganzen Leben einschließlich der Kleidung und Kosmetika - allerdings Schritt für Schritt! Und nur so weit man es möchte. Es gibt keinen Zwang in sämtlichen Bereichen des Lebens tierische Produkte zu verbannen - auch wenn es gute Argumente dafür gibt. Aber es wird dich nirgendwo die vegane Polizei ermahnen, wenn du mal nicht 100% vegan lebst oder mal eine Ausnahme gemacht hast. Aller Anfang ist gut und besser als es garnicht erst zu versuchen. Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung zählt. Denn der Veganismus ist keine Diät und auch kein Trend wie die meisten vermuten. Es ist eine Bewegung. Eine Bewegung in Richtung einer gesunden Welt.


Für unseren Planeten

Wenn es um Veganismus geht, denken die meisten Menschen vermutlich zuerst an das Tierwohl und die gesundheitlichen Auswirkungen. Die ökologischen Auswirkungen, die der Konsum tierischer Lebensmittel auf unseren Planeten hat, geraten dabei meist in Vergessenheit. Aber doch schont eine vegane Lebensweise die Umwelt wirksamer als jede andere Ernährungsform und sogar mehr als alle anderen Versuche möglichst umweltfreundlich zu leben. Doch woran liegt das? Was sind die ökologischen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung?

Der Vorteil einer veganen Ernährung liegt vor allem in ihrem deutlich geringeren Verbrauch von Ressourcen wie Landflächen, Nahrungsmitteln und Wasser. Für die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern müssen zunächst Futtermittel wie Soja, Getreide und Mais für die Tiere angebaut werden. Für den Anbau dieser Futtermittel werden Ackerflächen verwendet, die genauso für den Anbau von Lebensmitteln für den Menschen verwendet werden könnten. Für ein Kilo Fleisch bedarf es beispielsweise 15 Kilo Getreide. Aber man könnte nicht nur die verfügbaren Ressourcen fünf- bis zehnmal effektiver nutzen. Der Anbau von Futtermitteln unterliegt deutlich geringeren Standards, sodass die Umweltbelastung oft viel höher ausfällt. Die giftigen Chemikalien, die versprüht werden, töten nicht nur "unerwünschte Tiere" und die natürliche Vegetation, sondern stellen auch eine Gefahr für die umliegenden Anwohner dar. Agrar-Konzerne lassen oft illegal und mit schwerer Gewalt Urwälder abholzen und vergiften mit den starken Pestiziden das Grundwasser vor Ort, sodass immer wieder Berichte über Menschenrechtsverletzungen veröffentlicht werden.

Die Anbauflächen dieser Erde und die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sind begrenzt, während die Weltbevölkerung immer weiter wächst. Bereits heute verbrauchen wir deutlich mehr Ressourcen als nachwachsen können. Die Versorgung aller Menschen dieser Welt mit ausreichend hochwertigen und gesunden Lebensmitteln stellt allerdings laut World Food Report der UNO kein Problem dar, wenn sich immer mehr Menschen vegan ernähren würden, da die verfügbaren Ressourcen deutlich besser genutzt werden könnten. Zu den Ressourcen zählen aber nicht nur Landflächen und darauf angebaute Nahrungs- bzw. Futtermittel, sondern auch Wasser. Denn die landwirtschaftliche Tierhaltung allein verbraucht jährlich 128-288 Billionen Liter Wasser. Das macht etwa 20-33% des Frischwasserkonsums der gesamten Welt aus. Damit du dir diese Größen etwas besser vorstellen kannst, sind hier ein paar Zahlen: Um einen Hamburger zu produzieren bedarf es 6.000 Liter Wasser, etwa 4.000 Liter Wasser für ein Kilo Eier und etwa 7.000 Liter für ein Kilo Käse. Nur etwa 5% des Wasserverbrauchs der Industrienationen gehen auf private Haushalte zurück, während 55% für die landwirtschaftliche Tierhaltung verwendet werden. Wenn alle Menschen auf der Welt sich nach westlichem Standard ernähren würden, gäbe es schon seit dem Jahr 2000 kein frisches Wasser mehr. Im Haushalt auf unnötige Wasserverschwendung zu achten ist daher weit weniger effektiv als auf den Konsum tierischer Produkte zu verzichten.

Aber die Zunahme an landwirtschaftlicher Tierhaltung hat nicht nur dramatische Auswirkungen auf die Ressourcennutzung, sondern auch auf die Erderwärmung und den Klimawandel. Durch den Verdauungsprozess der Tiere werden jede Menge Methangase und Stickoxide freigesetzt, die viel klimaschädlicher sind als CO2. Aber nicht nur die Haltung, sondern auch die Schlachtung und Verarbeitung sowie der Transport der Tiere verursacht jede Menge CO2. Der Ausstoß dieser Treibhausgase der Tierindustrie trägt mit 18% der gesamten Treibhausemissionen deutlich stärker zum Klimawandel bei als der gesamte Verkehrssektor mit 13%. Man trägt also deutlich effektiver zum Umweltschutz bei, wenn man sich vegan zu ernähren, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

Natürlich ist nicht jede Form der veganen Ernährung direkt mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck gleichzusetzen. Bei jemandem der viele Bio-Produkte gegessen hat und dann nur zu verarbeiteten Produkten greift, könnte der ökologischen Fußabdruck nach der Umstellung unter Umständen sogar höher ausfallen. Allerdings reicht es nicht ausschließlich Bio-Produkte zu kaufen. Denn ein Kilogramm Bio-Rindfleisch ist immer noch 90-mal klimaschädlicher als ein Kilo konventionelles Gemüse. Und egal wie viele importierte Avocados und Flugmangos man auch isst, man wird kaum die schädliche Klimabilanz von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln erreichen. Studien konnten zeigen, dass selbst ein Sportwagen-fahrender Veganer klimafreundlicher lebt als durchschnittliche Fleischesser. Der effektivste Weg, dem Klimawandel vorzubeugen ist daher die Umstellung auf eine vegane Ernährung ohne tierische Produkte. 


Für die Tiere

Dass der Konsum von Fleisch Auswirkungen auf das Tierwohl hat, darüber müssen wir glaube ich nicht sprechen. Egal ob industriell, halal, Bio oder Demeter, die Qualen des Tieres bei der Schlachtung werden immer bleiben. Wer jetzt glaubt, "so schlimm ist das doch garnicht", dem kann ich den Film "Earthlings" ans Herz legen. Denn es kann wirklich kein Fleischesser von sich behaupten er wäre ein Tierfreund. Durch die Sozialisation in unserer Gesellschaft lernen wir zwischen Tieren zu unterscheiden. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und co werden als Haustiere gehalten und Schweine, Rinder, Schafe, Lämmer gelten als essbar. Wie paradox das Ganze ist, wird spätestens klar, wenn man einem Kleinkind Bilder eines Hundes und eines Ferkels zeigt. Das Kind kann nicht unterscheiden mit welchem es spielen darf und welches es Mittags isst. Für das Kind sind beides Freunde. Und ich denke wir können in der Hinsicht noch viel von Kindern lernen. 

Aber nicht nur der Konsum von Fleisch beeinträchtigt das Tierwohl. Auch der Konsum von anderen tierischen Lebensmitteln wie Milch, Milchprodukten und Eiern, bei denen das Tier nicht sterben musste, sind immer noch nicht artgerecht. Wir Menschen stellen uns über die Tiere und meinen über sie bestimmen zu dürfen, sie für uns zu nutzen. Das Leid der Tiere durch die Massentierhaltung bei der Produktion tierischer Produkte ist aber immens. Die Tiere leben auf engstem Raum, es entsteht Panik, es kommt zu Infektionen. Zum "Schutz" werden Schweinen ihre Schwänze abgeschnitten, Küken die Flügel gestutzt und die Menschen gehen mit den Tieren ohne jede Frage barbarisch um. Wer sich ein paar Eindrücke verschaffen will, der sollte definitiv eine der Dokumentationen schauen, auf die ich im vorherigen Post verwiesen habe.

Aber diese Grausamkeiten kommen nur zustande, weil wir als Konsumenten die Tierindustrie durch unsere große Nachfrage unterstützen. Aber aus welchem Grund? Keine andere Spezies auf diesem Planeten trinkt die Muttermilch einer anderen Spezies. Affen trinken keine Giraffenmilch und Elefanten keine Tigermilch. Warum also trinken wir Menschen täglich die Muttermilch einer Kuh, die eigentlich für ihr frisch geborenes Baby vorgesehen ist. Warum essen wir Menschen Eier, die letztendlich auch nur die Periode von Hühnern sind oder die Ausscheidung von Bienen? Es mag eklig klingen, aber es ist dennoch die Wahrheit und wie ich finde sehr Augen öffnend.  

Und zu all dem kommt hinzu, dass Fleisch, Milch, Milchprodukte, Eier und Honig keinerlei gesundheitlichen Nutzen für uns Menschen haben. Ganz im Gegenteil...


Für Deine Gesundheit

Um zu verstehen, wieso tierische Lebensmittel keinen Nutzen für unser Gesundheit haben, müssen wir in der Evolution etwas weiter zurückgehen.  In der Biologie werden drei Arten von Lebewesen unterschieden: Omnivore, Karnivore und Herbivore. Omnivore sind „Allesfresser“ und demnach Tiere, die sich sowohl von Pflanzen als auch von anderen Lebewesen ernähren, wie beispielsweise Ratten oder Schweine. Als Karnivore oder „Fleischfresser“ bezeichnet man Lebewesen, die sich hauptsächlich oder ausschließlich von tierischem Gewebe ernähren, wie zum Beispiel Löwen oder Haie. Omnivore und Karnivore zeichnen sich durch ihre ausgeprägten Reißzähne aus, mit denen sie ihre Beute erlegen und zerreißen können. Schaut man sich ihren Verdauungstrakt an, so ist er mit der drei- bis sechsfachen Länge des Körpers vergleichsweise sehr kurz und extrem sauer, damit das rohe Fleisch ihren Körper zügig durchqueren und schnell wieder verlassen kann. Als Herbivore bezeichnet man „Pflanzenfresser“ wie Affen, die sich von Gräsern, Blättern, Blüten, Samen und Wurzeln ernähren. Ihr Gebiss zeichnet sich durch breite Schneidezähne aus, mit denen sie Pflanzen abschneiden können, reduzierte Eckzähne und besonders ausgeprägte Backenzähne, mit denen sie ihre Nahrung zermahlen können. Sie haben außerdem einen sehr langen Verdauungstrakt, der zehn- bis zwölfmal so lang ist wie ihr Körper. Das ermöglicht es ihnen die nährstoff- und ballaststoffreichen Pflanzenfasern bis ins Kleinste zu verdauen. Die Bakterien in ihrem Verdauungstrakt sind dabei von entscheidender Bedeutung. Sie sind außerdem sehr wählerisch in ihrem Essverhalten.

Wir Menschen entsprechen mit unseren körperlichen Gegebenheiten daher eindeutig den Herbivoren. Unser Gebiss ist zum Zerkauen von Pflanzen vorgesehen und nicht zum Zerlegen eines Tieres. Die zahlreichen Enzyme in unserem Verdauungssystem sind dafür vorgesehen, Pflanzen zu zerkleinern und das Maximum an Nährstoffen aus ihnen herauszuholen. Und durch die starke Ausprägung unserer Hände  können wir ideal Beeren, Kräuter, Wurzeln, Obst und Gemüse pflücken - allerdings keinesfalls ein Tier erlegen.

Unsere körperliche Konstitution erklärt, warum der Konsum tierischer Lebensmittel zu chronisch degenerativen Zivilisationskrankheiten führt. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, Fleisch, Fisch, Milch, Milchprodukte und Eier zu konsumieren. Den wissenschaftlichen Beweis dafür lieferte vor allem die weltweit größte ernährungswissenschaftliche Studie "Die China Study", aber auch viele andere Studien zur Auswirkung veganer Ernährung auf die Gesundheit. Aktuellsten Studien zufolge ist unsere Mischkost verantwortlich für nahezu ALLE Krankheiten: von Adipositas, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, koronare Herzkrankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall, sämtliche Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 1, aber auch Alzheimer und Demenz, Osteoporose und viele mehr. Die genauen Mechanismen zu beschreiben, wie die krankheitserrengenden Vorgänge im menschlichen Körper ablaufen würde den Blogpost eeewig lang werden lassen. Aber die Ursache liegt in tierischem Protein und Cholesterin, ebenso wie gesättigten und Transfettsäuren. 

Im Umkehrschluss führt eine pflanzliche Ernährung in allen Studien zu Langlebigkeit und vor allem zum Fernbleiben chronisch degenerativer Zivilisationskrankheiten. Bestes Beispiel dafür sind die sogenannten Blue Zones, Zonen auf der Welt, in denen die Menschen besonders alt werden. Und die eine Sache, die diese Menschen alle gemeinsam haben, ist ihre ausschließlich pflanzliche Ernährung.


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Heilende Auswirkungen

einer pflanzlichen Ernährung:

 

  • Dein Körper findet ganz automatisch zu seinem natürlichen Körpergewicht und seiner natürlichen Körperform.

  • Du wirst fitter denn je und baust ganz mühelos Muskeln auf.

  • Deine Verdauung verbessert sich auf natürliche Weise.

  • Deine Geschmacksnerven regenerieren und erneuern sich, du wirst viel intensivere Geschmackserlebnisse spüren.

  • Deine Haut wird reiner und von einem strahlenden Teint überzogen.

  • Dein Bindegewebe wird stärker, einige Ansätze von Cellulite verschwinden.

  • Dein Immunsystem läuft zu Topform auf.

  • Du gewinnst an Energie, Vitalität und neue Lebensfreude.

  • Du lernst dich in deinem Körper wieder wohl zu fühlen.

  • Und last but not least - du kannst endlich Frieden schließen mit Essen und zum intuitiven Esser zurückkehren, der schon immer in die schlummerte.


Du bist noch nicht überzeugt?

Dann lass Dich von den zahlreichen Dokumentationen, Videos und Büchern über eine ausgewogene pflanzliche Ernährung inspirieren!

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Atemberaubende Dokumentationen

über gesunde pflanzliche Ernährung:

What the Health (Netflix)

Food Choices (Netflix)

Cowspiracy (Netflix)

Food Inc. (Amazon)

Forks over Knives (Amazon)

Earthlings (YouTube)

 

Best Speech you will ever hear (YouTube)

101 Reasons to go Vegan (YouTube)

 

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Inspirierende Bücher

über gesunde pflanzliche Ernährung:

The China Study 

How Not to Die

Whole

Der Beauty Detox Plan

Heilen mit der Kraft der Natur


 
 
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